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MOZOM vergelijkt

MOZOM vergleicht: DPG, Bertelsmann, Medienkonzentration oder erbliche Informationsmacht?

KI-Foto einer europäischen Nachrichtenredaktion mit Archivboxen, Zeitungen, Bildschirmen und Schachfiguren als Abbild von Medienkonzentration und Informationsmacht.
Quelle
MOZOM vergelijkt
MOZOM-Titel
MOZOM vergleicht: DPG, Bertelsmann, Medienkonzentration oder erbliche Informationsmacht?
Originaltitel
tScheldet nennt die RTL-Übernahme ein Nazi-Erbe; Offizielle und journalistische Quellen zeigen Medienkonzentration, Familienkontrolle und Kriegsgeschichte mit unterschiedlicher Beweiskraft
Autor
MOZOM-redactie
Datum
25 juni 2026 om 16:38
Thema
Vergleich der Macht von DPG Media und Bertelsmann/RTL in Europa, ihrer Familien- und Stiftungsstrukturen, der Übernahme von RTL Nederland und der Diskussion über historische Hinterlassenschaften der Zusammenarbeit.

Zusammenfassung des Originalberichts

Grund ist die Übernahme von RTL Nederland durch DPG Media. RTL Group und Bertelsmann gaben im Dezember 2023 bekannt, dass DPG Media die niederländische TV-Sparte für 1,1 Milliarden Euro kaufen würde; Nach einer langen Untersuchung gab die ACM im Juni 2025 unter strengen Auflagen grünes Licht und die Transaktion wurde am 1. Juli 2025 abgeschlossen. Damit erhielt DPG, das in den Niederlanden bereits mit Zeitungen, Nachrichtenseiten, Radio und NU.nl stark war, auch einen großen TV- und Streaming-Arm mit RTL-Kanälen, Videoland und Buienradar. Die RTL Group selbst ist Teil der Bertelsmann-Sphäre: Bertelsmann bezeichnet sich selbst als Mehrheitsaktionär der RTL Group und bezeichnet die Familie Mohn, Stiftungen und eine Verwaltungsgesellschaft als Kern der Kontrolle. Historisch gesehen hat Bertelsmann eine feste Akte. Ein unabhängiges Gremium kam zu dem Schluss, dass das Bild von Bertelsmann als Widerstandsverleger falsch sei; Später gab das Unternehmen seine Beteiligung an der NS-Propaganda, Kriegsgewinne und den Einsatz jüdischer Zwangsarbeit in Druckereien in besetzten Gebieten zu. Bei DPG und der Familie Van Thillo ist die Beweisebene eine andere: tScheldet und die Biografie De Belg betonen Bill Van Thillo, den Kauf der Verlags- und Druckerei, die nach dem Krieg und dem Umfeld der Zusammenarbeit in Flandern bestehen bleibt. Das ist journalistisches und polemisches Material, kein ebenso gewichtiger offizieller Unternehmensbericht wie bei Bertelsmann.

Auffallend in dieser Nachricht

Es fällt auf, dass „Manipulation“ in den Medien selten so aussieht, als würde ein Redakteur einen Auftrag erhalten. Informationsmacht funktioniert subtiler: Sie bestimmt, welche Themen sichtbar werden, welche Wörter normal klingen, welche Experten immer wieder zurückkommen, welche Skandale groß werden und welche klein bleiben. Ein Medienkonzern muss nicht jeden Satz steuern, um die Grenzen der öffentlichen Diskussion zu verschieben.

Weniger sichtbarer Kontext

Was weniger sichtbar bleibt, ist, dass die größte Macht nicht nur in den Schlagzeilen liegt, sondern in der Kombination. Mit RTL Nederland bringt DPG Print-, Online-, Audio-, Fernseh-, Streaming- und Werbenetzwerke näher zusammen. Mit RTL, Penguin Random House, BMG und anderen Geschäftsbereichen verfügt Bertelsmann über eine noch breitere europäische und globale Kulturinfrastruktur. Das macht das Wort „Kontrolle der Bevölkerung“ schwer, aber nicht unverständlich: Wer so viele Kanäle besitzt, besitzt Wiederholung, Timing, Auswahl und Reichweite.

Mögliche Botschaft hinter der Nachricht

Eine mögliche Botschaft ist, dass die demokratische Frage nicht nur darin besteht, ob ein Medium lügt, sondern auch darin, wem die Infrastruktur gehört, innerhalb derer Wahrheit, Meinung und Empörung verbreitet werden. Konzentration ermöglicht Kontrolle, ohne dass diese immer als Zensur erkennbar ist.

Neutrales Fazit

Die neutrale Schlussfolgerung ist unangenehm. tScheldt übertreibt mit einer rechtlich und faktisch zu weit gefassten Sprache, wenn sie zeitgenössische Medienkonzerne einfach als „Nazi-Verlage“ bezeichnet. Gleichzeitig berührt die Anklage einen wahren Punkt: DPG und Bertelsmann zeigen, wie Medienbesitz, Familienvermögen, historisches Erbe und moderne Plattformmacht zusammen einen enormen Einfluss auf die öffentliche Diskussion haben können. Wer darin nur eine normale Unternehmensübernahme sieht, geht an der Machtfrage vorbei.

Quelle: