Als Alexander im Juni 323 v. Chr. in Babylon starb, war er 32 Jahre alt. In weniger als dreizehn Regierungsjahren hatte der mazedonische König das mächtigste Reich seiner Zeit besiegt und seine Armee von Griechenland und Ägypten tief nach Zentralasien und in den Punjab geführt. Seine Siege machten ihn schon zu Lebzeiten zur Legende. Doch hinter dem bekannten Bild des unbesiegten Generals verbirgt sich ein komplizierterer Mann: Erbe der Militärreformen seines Vaters, brillanter Kommandant, rücksichtsloser Belagerer, politischer Akteur und Herrscher, der es nicht schaffte, rechtzeitig seine eigene Nachfolge zu sichern. Zudem wurden die berühmtesten Geschichten über ihn erst Jahrhunderte später niedergeschrieben. Wer Alexander verstehen will, muss daher nicht nur seinen Weg verfolgen, sondern auch fragen, wer seine Größe beschrieben hat und wer den Preis für diese Größe bezahlt hat.
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