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MOZOM-analyse

Je teurer die Zigarettenschachtel, desto größer der Schmuggelmarkt

Type: Analyse Autor: die MOZOM.nl-Redaktion Published: 24 juli 2026 om 06:06 Report a correction
Redaktionelle Karikatur eines maskierten Schmugglers mit einem Sack voller Zigaretten an einer europäischen Grenze, gegenüber einer teuren legalen Packung und einem Schild, das auf den illegalen Markt hinweist.
Quelle
NOS, Douane Nederland, CBS, Rijksoverheid, Europese Commissie, RIVM, Trimbos, WHO, World Bank, Tax Foundation en FIOD
MOZOM-Titel
Je teurer die Zigarettenschachtel, desto größer der Schmuggelmarkt
Originaltitel
Die Niederlande fangen erneut eine große Lieferung illegaler Zigaretten an der Grenze ab
Autor
die MOZOM.nl-Redaktion
Datum
24 juli 2026 om 06:06
Thema
MOZOM untersucht, ob niederländische Tabaksteuern, hohe Packungspreise und Preisunterschiede innerhalb Europas den illegalen Zigarettenmarkt attraktiver machen, und berechnet, was niedrigere Steuern wirtschaftlich bedeuten könnten.

Zusammenfassung des Originalberichts

Die Niederlande haben die Tabaksteuern in den letzten Jahren stark erhöht. Nach Angaben der Zentralregierung stieg die Verbrauchsteuer auf eine Packung mit zwanzig Zigaretten ab dem 1. April 2024 auf 7,81 Euro, bei einem durchschnittlichen Packungspreis von 11,10 Euro. CBS berichtete im Jahr 2026, dass die Regierung 15 Prozent weniger Tabaksteuer erhalten habe und dass sich der Mindestsatz seit 2020 etwa verdoppelt habe. Die öffentliche Erklärung ist zweifach: weniger Raucher und mehr grenzüberschreitende Einkäufe. Gleichzeitig meldet der Zoll große Mengen illegaler Zigaretten, und die Europäische Kommission bezeichnet die illegale Tabakproduktion und den illegalen Tabakhandel als EU-weites Problem, das jedes Jahr Steuereinnahmen in Milliardenhöhe kostet. Das Kernproblem ist also nicht nur die Kriminalität an der Grenze. Es handelt sich auch um ein Preissystem, bei dem der legale Laden, der ausländische Laden und der illegale Markt zunehmend auseinanderdriften können.

Eigene Quellenrecherche und Berechnung

MOZOM hat ein einfaches Szenario basierend auf öffentlichen niederländischen Zahlen berechnet. Ausgangspunkt: Eine durchschnittliche Packung mit 20 Zigaretten kostet nach Angaben der Zentralregierung 11,10 Euro, die Verbrauchsteuer beträgt 7,81 Euro. Die Mehrwertsteuer auf 11,10 Euro beträgt ca. 1,93 Euro. Der Staat erhält dann statisch etwa 9,74 Euro pro legal verkauftem Paket: Verbrauchsteuer plus Mehrwertsteuer. Würden die Niederlande die Verbrauchsteuer auf 5,87 Euro senken, den von der Zentralregierung für die Erhöhung im Jahr 2024 genannten Wert, und der restliche Preis bliebe gleich, würde der Einzelhandelspreis etwa auf 8,75 Euro sinken. Der Staat erhält dann pro Paket etwa 7,39 Euro: 5,87 Euro Verbrauchsteuer plus etwa 1,52 Euro Mehrwertsteuer. Um die gleichen Steuereinnahmen aufrechtzuerhalten, müssten die legalen Verkäufe um etwa 32 Prozent höher ausfallen. Wenn nur 10 oder 20 Prozent der zusätzlichen legalen Umsätze aus grenzüberschreitenden Käufen und illegalem Handel stammen, verliert die Staatskasse bei dieser einfachen Rechnung Geld. Wenn mehr als etwa ein Drittel zurückkommt, können niedrigere Verbrauchsteuern erste fiskalische Auswirkungen haben. Bei dieser Berechnung wird jedoch ein großer Nachteil außer Acht gelassen: Niedrigere Preise können auch bedeuten, dass mehr geraucht wird oder weniger mit dem Rauchen aufgehört wird. Daher handelt es sich hier nicht um eine einfache Lösung, sondern um eine relevante politische Frage.

Gefälscht, illegal oder nicht besteuert?

Das Wort „Fake-Zigaretten“ klingt so, als beziehe es sich hauptsächlich auf gefälschte Marken. Das mag zwar der Fall sein, aber ohne einen öffentlichen Laborbericht oder eine Markenforschung ist nicht immer klar, welche Schicht genau gemeint ist. Illegale Zigaretten sind umfassender: gefälschte, heimlich hergestellte, geschmuggelte oder echte Zigaretten, für die in den Niederlanden keine Verbrauchsteuer gezahlt wurde. Die Umgehung der Verbrauchsteuer klingt fiskalisch, gefälschte Zigaretten klingen gefährlicher für Verbraucher und organisierte Kriminalität klingt nach einem Sicherheitsproblem. Jedes Wort rückt dieselbe Entdeckung in ein anderes Licht.

Was passiert anderswo in Europa?

Das niederländische Problem ist kein Einzelfall. Irland und Frankreich gehören zu den teuersten Zigarettenmärkten Europas und verfolgen seit Jahren eine strenge Preispolitik. Auch die Niederlande liegen mittlerweile im Hochpreisbereich. Deutschland und Belgien sind oder waren aufgrund niedrigerer Preise für niederländische Raucher attraktiver, während in Ländern in Ost- und Südeuropa häufig niedrigere gesetzliche Preise gelten. Genau dieser Preisunterschied ist es, von dem grenzüberschreitender Einkauf, Transit und illegaler Handel profitieren können. Gleichzeitig zeigt die EU-Linie, dass Brüssel sich nicht für niedrigere Mindestverbrauchsteuern, sondern für eine Modernisierung und Verschärfung der Tabaksteuerrichtlinie entscheidet. Die Europäische Kommission will den Binnenmarkt besser überwachen, Rohtabak besser überwachen und illegale Produktion bekämpfen. Die Spannung bleibt bestehen: Je höher der gesetzliche Preis in einem Land und je niedriger anderswo, desto größer ist der Spielraum für den Handel außerhalb des normalen Ladengeschäfts.

Mögliche Botschaft hinter der Nachricht

Die sichtbare Botschaft ist, dass Zoll und Polizei illegale Zigaretten abfangen. Die tiefere MOZOM-Lektüre besagt, dass die Niederlande den Mut haben müssen zu fragen, ob ihre Preispolitik noch im Gleichgewicht ist: Wann schützt teurer Tabak die öffentliche Gesundheit und wann baut er unbeabsichtigt einen Markt für Schmuggel auf?

Neutrales Fazit

Die Hauptfrage bleibt: Je teurer die Zigarettenschachtel, desto größer der Schmuggelmarkt? Die ehrliche Antwort lautet: Nicht automatisch, aber der Anreiz steigt. Hohe Verbrauchsteuern können das Rauchen reduzieren und sind laut Gesundheitsorganisationen ein wirksames Instrument. Gleichzeitig zeigen rückläufige Verbrauchsteuereinnahmen, Auslandskäufe und große Beschlagnahmungen, dass sich der Markt bewegen wird, sobald die Preisdifferenz groß genug wird. Eine Senkung der Verbrauchsteuer wäre nur dann steuerlich sinnvoll, wenn ein großer Teil der Verkäufe in legale Geschäfte zurückfließt; In einer einfachen Rechnung sind etwa 32 Prozent zusätzliche legale Umsätze nötig, um eine Rückkehr zum alten Verbrauchsteuerniveau pro Zigarettenschachtel zu kompensieren. Die eigentliche Frage ist nicht, ob die Niederlande das Rauchen billiger machen sollten, sondern ob die aktuelle Politik dem illegalen Markt mehr hilft, als die Regierung zugeben will.

Quelle:

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